Hier finden Sie unsere Rundschreiben im Wortlaut. Das aktuellste steht oben und ist geöffnet; ältere Ausgaben lassen sich per Klick aufklappen.

August 2026

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

in dem Augenblick, da ich dieses Rundschreiben verfasse, sind die Festspiele in Bayreuth bei brütender Sommerhitze noch in vollem Gange. Der Festakt zur Feier des 150. Geburtstages, politisch prominent besetzt, um den es im Vorfeld so viel Rummel und Aufsehens gab, gehört bereits der Vergangenheit an und alle diesjährigen Premieren sind über die gewaltige Bühne des Festspielhauses gegangen, insbesondere diejenige von „Rienzi“, jenem singulären Werk im Schaffen Wagners, dem eine ungeheure mediale Aufmerksamkeit zuteil wurde. Und das nicht ohne Grund. Steht dieses Jugendwerk, das er mit Mitte 20 schrieb, im Jahr 2026 doch zum allerersten und vielleicht letzten Mal auf dem Spielplan in Bayreuth.

Ich selbst wohnte der Premiere bei und muss gestehen, dass bei allem szenischen und inszenatorischen Aufwand, oder vielleicht gerade aus diesem Grund, das Stück wohl nicht ins allgemeine Repertoire Eingang finden wird. Es sollte meiner Meinung nach nur allerersten Häusern in den großen Metropolen mit entsprechend großem Publikum vorbehalten sein. Die Anforderungen, insbesondere an den Chor und die Solisten, allen voran an die Titelpartie, sind mehr als fordernd, der musikalische Mehrwert des Stückes, abgesehen von Ouvertüre und „Rienzis Gebet“ eher dürftig. Doch dies ist meine persönliche und subjektive Einschätzung. Andere mögen da anderer Meinung sein.

Doch nun lassen Sie uns in die Zukunft blicken. Wir waren in den letzten Wochen nach dem Erhalt von aktuellen Spielplänen der umliegenden Opern- und Konzerthäuser eifrig bemüht, Ihnen ein interessantes Programm anzubieten. Unser gesamtes (vorläufiges) Jahresprogramm finden Sie bereits jetzt auf unserer ganz neu gestalteten Homepage, deren Besuch ich Ihnen sehr empfehle. Die Seite besticht zum einen durch ein aufgefrischtes Design und zum anderen vor allem durch ihre Tauglichkeit zur Benutzung auf dem Handy, was bei der alten Version sehr mühsam, bis fast unmöglich war und heute Standard ist.

Eine erste Konzertfahrt soll uns am Sonntag, dem 18. Oktober nach längerer Zeit mal wieder zur „Alten Oper“ nach Frankfurt führen. Dort steht an diesem Tag als einziges Werk die gewaltige und daher sehr selten aufgeführte 2. Sinfonie, die so genannte „Auferstehungssinfonie“ von Gustav Mahler auf dem Programm. Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester sowie der Cäcilienchor Frankfurt, der Figuralchor Frankfurt, die Frankfurter Kantorei, die Frankfurter Singakademie und die Solistinnen (ich habe nicht „gegendert“, da es sich bei den Solisten um eine Sopranistin und Mezzosopranistin handelt) werden geleitet von GMD Thomas Guggeis. Dieses Konzert beginnt bereits um 11:00 Uhr am Vormittag. Dies bedingt, dass wir zwar recht früh von Saarbrücken aus starten müssen, uns nach dem Konzert aber genügend Zeit verbleibt, um in einem der umliegenden Restaurants ein Mittagessen einzunehmen und das Konzerterlebnis ohne Stress gemeinsam ausklingen zu lassen, bevor wir uns auf die Heimfahrt begeben und Saarbrücken nicht wie üblich mitten in der Nacht, sondern am späten Nachmittag wieder erreichen. Da die Reservierungsfrist für diese Fahrt am 13. September endet, bitte ich Sie, sich bis Anfang September anzumelden.

Der Preis für diese Fahrt beträgt pro Person 190,– Euro und kann sich bei genügend Anmeldungen noch reduzieren.

Ich möchte auch unsere erste Opernfahrt vorstellen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Verbandes überhaupt soll es zum Staatstheater nach Mainz gehen. Dort steht am Samstag, dem 21. November eine Aufführung von Wagners „Lohengrin“ auf dem Spielplan. Ich konnte mich letztes Jahr beim Besuch der Premiere von Korngolds „Die tote Stadt“ von der hohen Qualität des Hauses überzeugen und dachte mir, dass es an der Zeit sei, im Rahmen einer Verbandsfahrt der Stadt am Rhein und ihrem Theater einen Besuch abzustatten. Der junge Schweizer Gabriel Venzago, der Sohn des Dirigenten Mario Venzago, der des Öfteren in Saarbrücken tätig war, ist seit der Spielzeit 2025/26 GMD in Mainz und versteht sein Handwerk bestens. Im Staatstheater in Mainz sind alle Getränke und Pausensnacks, und das ist einmalig in Deutschland, übrigens kostenlos (!) Ein kleines zusätzliches Schmankerl, das Ihnen auf diese Fahrt besonderen Geschmack machen sollte. Auch hier läuft unsere Optionsfrist für die Karten im September ab und so bitte ich um rechtzeitige Anmeldung.

Der Preis für diese Fahrt beträgt 175,– Euro.

Schon jetzt sollten Sie sich Sonntag, den 29. November 2026 vormerken. An diesem Tag werden wir unser Stipendiatenkonzert durchführen.

Unsere Mitgliederversammlung mit anschließender Weihnachtsfeier ist für Sonntag, den 13. Dezember 2026 terminiert. Über beide Veranstaltungen und einiges mehr werde ich Sie im kommenden Rundschreiben detailliert und ausführlich informieren.

Das wäre es für heute und so schließe ich das Rundschreiben und hoffe, möglichst viele von Ihnen bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen

Ihr
Wolfgang Schug

Zum Programm 2026 / 2027