Herzlich willkommen auf der Website des Richard-Wagner-Verbandes Saarland e.V.

Unser Verband hat seinen Sitz in Saarbrücken und ist Mitglied des Richard-Wagner-Verbandes International.

Ludwigskirche in Saarbrücken
Der barocke Ludwigsplatz mit Ludwigskirche von Friedrich Joachim Stengel
in Saarbrücken

Unsere Satzung weist als Zwecke des Verbandes aus,

das Verständnis für das Werk Richard Wagners zu wecken und zu vertiefen,
die auf Anregung Richard Wagners gegründete Richard-Wagner-Stipendienstiftung zu unterstützen,
sich für die Bayreuther Festspiele einzusetzen,
das kulturelle Leben im Saarland, insbesondere in Saarbrücken mitzugestalten,
den künstlerischen Nachwuchs zu fördern.

Das universelle Schaffen Richard Wagners steht naturgemäß im Mittelpunkt unseres Interesses, doch verstehen wir uns als ein Forum für alle Musik- und Kunstfreunde.

Eines der wichtigsten Anliegen ist die Förderung junger Nachwuchskünstler im Rahmen der von allen Richard-Wagner-Verbänden weltweit getragenen Stipendienstiftung Bayreuth. Jedes Jahr ermöglicht sie 250 jungen Sängern, sonstigen Musikern und Bühnenschaffenden, wie z.B. Regieassistenten, Dramaturgen, Repetitoren, Kostüm- und Bühnenbildnern, den unentgeltlichen Besuch von Vorstellungen der Bayreuther Festspiele.

Seit seiner Gründung im Jahre 1956 hat unser Verband mehr als 500 junge Künstler aus unserer Region auf diese Weise gefördert. Viele wurden erfolgreich in ihrer künstlerischen Laufbahn, einige von Ihnen wurden sogar weltberühmt. Davon zeugen z.B. die Namen Catarina Ligendza, Prof. Dr. Jens Malte Fischer oder jüngst Jonas Kaufmann

 

Catarina Ligendza:
Photo: c.Stenhammar Competition
Catarina Ligendza, 1966 Stipendiatin unseres Verbands, studierte an der Wiener Musikakademie, danach, von 1959 bis 1963, am Konservatorium in Würzburg und schließlich bei Josef Greindl an der Saarbrücker Musikhochschule. 1965 debütierte sie als Gräfin Almaviva in Mozarts Oper Le nozze di Figaro in Linz und ging dann über Braunschweig und Saarbrücken 1969 an die Deutsche Oper in Berlin, 1971 debutierte sie mit Beethovens Leonore an der New Yorker Met. Als dramatischer Sopran profilierte sie sich im Wagner-Fach, unter anderem bei den Bayreuther Festspielen, wo sie 1971-77 und 1987 abwechselnd die Brünnhilde und die Isolde sang. Sie gab Gastspiele an den großen internationalen Opernbühnen, wie etwa an der Mailänder Scala, dem Londoner Royal Opera House Covent Garden sowie in München und in Wien. Sie spielte auch in Opernverfilmungen. 1988 beendete sie ihre Karriere.

 

 

Prof. Dr. Jens Malte Fischer:
Photo: privat
Prof. Dr. Jens Malte Fischer studierte Germanistik, Geschichte und Musikwissenschaft sowie Gesang in Saarbrücken, Frankfurt am Main und München. Während seiner Studienjahre in Saarbrücken war er 1965 Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands Saarland zum Besuch der Bayreuther Festspiele.
Von 1982 bis 1989 Professor für Neuere Deutsche, Vergleichende und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Siegen, ist er seit 1989 Professor für Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zahlreiche ehrenvolle Berufungen zeichnen seine Arbeit aus. So ist er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz) und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Kultur der Jahrhundertwende um 1900, die Geschichte der deutsch-jüdischen Kultur und des Antisemitismus, die Geschichte der Oper sowie des Sprechtheaters im 19. und 20. Jahrhundert und die Geschichte des Films. Als Publizist arbeitet er für bedeutende Zeitungen und schreibt die Programmbücher für die  Salzburger Festspiele und die Staatsopern von München, Wien und Hamburg.
Zahlreiche Publikationen liegen von ihm vor, u.a. „Große Stimmen. Von Enrico Caruso bis Jessy Norman“, „Carlos Kleiber – der skrupulöse Exzentriker“ und eine große Biographie über Gustav Mahler.
Im April 2002 war Prof. Dr. Jens Malte Fischer zu Gast bei unserem Verband mit einem Vortrag: „Die Meistersänger – Wagnersingen einst und jetzt“.

 

Jonas Kaufmann:
Photo: c. Dietmar Scholz
Der Tenor Jonas Kaufmann wurde 1969 in München geboren und besuchte dort die Musikhochschule, an der er 1994 sein Examen als Opern- und Konzertsänger mit Auszeichnung absolvierte.
Sein erstes Engagement führte ihn an das Saarbrücker Staatstheater, wo er von 1994 - 1996 tätig war. 1995 besuchte Kaufmann als Stipendiat unseres Richard-Wagner-Verbands die Bayreuther Festspiele. Danach war er als freischaffender Opern-und Konzertsänger an verschiedenen Opernhäusern und bei Festivalproduktionen zu hören. Seit dem Jahre 2001 ist Jonas Kaufmann Ensemblemitglied des Opernhauses in Zürich, wo er trotz zunehmender internationaler Verpflichtungen einen größeren Teil seiner Auftritte absolvierte. 2001 debütierte er bereits in Chicago und 2004 in Paris, 2004 trat er auch das erste Mal am Royal Opera House in London auf. 2006 erfolgte mit seinem Debut an der Metropolitan Opera in New York mit der Rolle des Alfredo (La Traviata) der endgültige Durchbruch in die Weltspitze.

Wenige Tage nach diesem Debut war er in Saarbrücken unser gefeierter Gast beim Festkonzert zum 50. Geburtstag unseres Verbands

Seither ist Jonas Kaufmann ständiger Gast in den Opernhäusern der Welt. An der Mailänder Scala, der Bastille-Oper in Paris, der Wiener Staatsoper wird er ebenso umjubelt wie bei den Festspielen in Edinburg, in Salzburg oder wie in diesem Jahr bei seinem Debut bei den Bayreuther Festpielen als Lohengrin.

______________________________________________________________________________

Die Jahreswende 2011/12 nahmen wir zum Anlass, einmal berufliche Erfolge unserer Stipendiaten  festzustellen.  Das erfreuliche Ergebnis:

Neben den herausragenden Stipendiaten Caterina Ligendza, Prof. Dr. Jens Malte Fischer und Jonas Kaufmann, deren Vitae Sie unter dem Menupunkt „Über uns“ finden, stellten wir zunächst in den Programmheften der letzten Spielzeiten des Saarländischen Staatstheaters folgende Rollenbesetzungen durch frühere Stipendiaten fest:

Judith Braun, Mezzosopran: Cherubino („Hochzeit des Figaro“), Hänsel, Angelina („Cenerentola), Suzuki („Madama Butterfly“),  Komponist (“Ariadne auf Naxos“)
Stefan Röttig, Bariton, Stipendiat und Finalist des „Internationalen Gesangswettbewerbs für Wagnerstimmen“ 2000 in Saarbrücken: Graf („Hochzeit des Figaro“), Silvio („Bajazzo“),  Heerrufer („Lohengrin“), Papageno, Sharpless („Madama Butterfly“)
Tereza Andrasi, Mezzosopran: Cherubino,  Orestes („Die schöne Helena“), Angelina („Cenerentola“), wird im Januar 2012 noch als Romeo in der konzertanten Aufführung von „Romeo und Julia“ von  Vincenzo Bellini zu hören sein
Sofia Fomina, Sopran: Valencienne („Lustige Witwe“), Rosina („Barbier von Sevilla“),  Susanna („Hochzeit des Figaro“),  Gretel,  Königin der Nacht („Zauberflöte“), Zerbinetta !! („Ariadne auf Naxos“)
Elizabeth Wiles, Sopran, Zdenka („Arabella“), Musetta („Bohème“),  Rosina („Barbier von Sevilla“), Pamina („Zauberflöte“),  Gretel, Susanna („Hochzeit des Figaro“)

Dazu die folgenden erfolgreichen Stipendiaten früherer Jahre:

1992 Annette Leistenschneider, freie Regisseurin an verschiedenen deutschen Opernhäusern
1993 Rudolf Schasching, Tenor, sang nahezu alle großen Wagner-Partien seines Fachs: Loge, Siegmund, Siegfried, Parsifal, Lohengrin. Seit 2000 Ensemblemitglied der Oper Zürich
1994 Ann-Kathrin Naidu, Mezzosopran, ihr Repertoire umfasst nahezu alle großen Mezzopartien, Engagements u.a. am Nationaltheater München und am Gärtnerplatz, Gastspiele an der Mailänder Scala, in Seattle, Florenz und Valencia, reiches Konzertrepertoire
1996 Alexander Mayer, Dirigent, seit 1999 ist er Chefdirigent des Sinfonieorchesters Kaiserslautern. Mit dem Gewinn des Dirigentenwettbewerbs in Tokyo begann seine internationale Karriere. Er ist Gastdirigent einer Reihe von deutschen Sinfonieorchestern, u. a. der Hamburger Camerata sowie des Philharmonischen Orchesters Luxemburg.
1999  Anja Ponten, Mezzosopran, ist neben ihren Gesangsauftritten heute bereits Dozentin an der Hochschule für Musik Saar.
2003 Jonathan Kaell, Dirigent, hat sich in wenigen Jahren zu einem gefragten Gastdirigenten, nicht zuletzt für Neue Musik, entwickelt. Auch er ist bereits Dozent an der Saarbrücker Musikhochschule und dirigiert seit Jahren die alljährlichen Stipendiatenkonzerte

Der Richard-Wagner-Verband Saarland ist wohl mit Recht stolz auf seine Stipendiaten.

______________________________________________________________________________

Darüber hinaus ermöglichen wir in unserer Region ein Podium für verschiedene Konzert-Auftritte junger Künstler, vorwiegend aus den Reihen der Hochschule des Saarlandes für Musik, des Saarländischen Staatstheaters sowie des Jugend-Sinfonieorchesters des Saarlandes.
Außerdem veranstalten wir zu besonderen Anlässen Konzerte mit internationalen Gesangssolisten und Vorträge mit namhaften Autoren.
Opernfahrten führen unsere Mitglieder an nahezu alle größeren deutschen sowie an zahlreiche berühmte Opernhäuser weltweit, Studienreisen in alle Teile Europas, auch Osteuropas, und in die USA.
Besonders verbunden sind wir dem Saarländischen Staatstheater Saarbrücken. Wir fördern hier besondere Produktionen und Veranstaltungen.

Was uns an alledem in den zurückliegenden Jahren gelungen ist, können Sie unter Rückblick sehen.
Alljährlicher Höhepunkt des Verbandslebens ist der Internationale Richard-Wagner-Kongress. Er wird jeweils in einer deutschen oder ausländischen Stadt veranstaltet und bietet neben einem interessanten kulturellen Rahmenprogramm die Begegnung mit Wagnerfreunden aus der ganzen Welt.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Interesse an der Arbeit des Richard-Wagner-Verbandes Saarland e.V. und würden uns freuen, von Ihnen hören oder lesen zu dürfen.